Die Hilflosigkeit des Rassismus

Berlin, Hauptbahnhof. Ich stehe mitten vor dem Eingang. Achtzehn Minuten habe ich noch Zeit bis mein Zug abfährt. Zumindest, wenn es pünktlich um 18:42 Uhr losgehen sollte. Die letzte Gelegenheit, noch ein bisschen Berlin aufzuschnappen. Auf Vorrat sozusagen.

Das Schöne an solchen Orten wie dem Platz vor dem Hauptbahnhof ist die Divergenz. Die Heterogenität der Gruppe, die einen umgibt. Hunderte Menschen strömen an einem vorbei: Aus dem Bahnhof raus, in den Bahnhof rein, hoch vom Gleis, runter vom Gleis, zurück nach Hause, angekommen im Urlaub, aus beruflichen, aus privaten Gründen. Die verschiedensten Menschen.

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Willkommen in Berlin

Als ich in die Umkleidekabine kam, traf mein erster Blick eine Frau, die nackt am Fön stand und sich den Intimbeteich mit jenem trocknete. Dies tat sie, während ich mich umzog und meine Sachen verstaute. Also gute zehn Minuten.
Als ich gerade nach draußen gehen wollte, drehte sie sich zu mir um und nuschelte etwas gegen das Summen des Föns an. Höflich bat ich sie, ihr Aussage zu wiederholen: “Nicht auf einen perfekten Körper kommt es an. Man sollte auch einen schönen Charakter haben, das ist viel wichtiger”, sagte sie und guckte mich missbilligend an, während sie sich weiterhin ihr Schamhaar fönte.

“Da bin ich ganz deiner Meinung”, schrie ich gegen den Fön an, doch offenbar drangen meine Worte nicht durch: “Ich kann dich nicht hören, der Fön ist so laut. Lalalalala!”, kommentierte sie meine Zustimmung und präsentierte mir ihren nackten Rücken.
Was soll ich da noch sagen?

Willkommen in Berlin ❤

Kassensturz: Budapest.

Wieso sechs Tage Budapest 350 Euro kosten.

Von all meinen Urlauben war das schon eher die dekadentere Sorte. Ingesamt 356 Euro haben mich die sechs Tage in Budapest gekostet. Inklusive dem Flug, der Übernachtung, Transport, Essen, Sightseeing und Unterhaltung. Ich finde das ganz schön viel, aber dafür hab ich auch ziemlich viel gemacht. Okay, und gefressen. Ohne Ende.

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Der Sinn des Lebens

Oder: Wie wichtig es ist, man selbst zu sein…

Mit dem Bachelor in Philosophie wird einem quasi der Gral der Weisheit verliehen. Zumindest scheinen sich das einige so vorzustellen.

Am Morgen danach wacht man auf und findet den Schlüssel zu allem Wissen unter seinem Kopfkissen. Wenn mich also jemand fragt: „Lisa, was ist der Sinn des Lebens?“ dann kann ich  nun, nach über vier Jahren Studium, mit Stolz verkünden: „Ich hab nicht die geringste Ahnung.“

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